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Jörg Hartig und Reinhold Messner - Nepalexpedition, 2010

Jörg Hartig und Reinhold Messner - Nepalexpedition, 2010

Leipziger war mit Reinhold Messner einfach mal weg

von Kerstin Decker

Einfach mal weg, aus der Zivilisation verschwunden war der Leipziger Jörg Hartig. Zumindest für zweieinhalb Wochen. Mit einer Trekkinggruppe, die von Reinhold Messner angeführt wurde, war er in Nepal unterwegs. Wie Pioniere versuchten sie, dem unbestiegenen Berg Machapuchare so nahe wie möglich zu kommen. Dessen Doppelgipfel ist vom früheren nepalesischen König 1964 mit einem Besteigungsverbot belegt worden. Hartig war der einzige Ostdeutsche im 20-köpfigen Trekkingteam. “Im Verlauf des Trekkings haben wir uns dem heiligen Berg von Südosten genähert, so weit und so nah, wie es in den letzten Jahrzehnten kein Trekker getan hat. Die Naturerlebnisse waren überwältigend schön.” Die Tour erforderte keine besonderen bergsteigerischen Kenntnisse. Dafür jedoch Bergwandererfahrung, passagenweise Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie ausreichend Kondition für vier bis sieben Stunden Gehzeit pro Tag mit Tagesrucksack. Die größte Schlafhöhe im oberen Seti Khola lag bei rund 4400 Metern. Nach dem Trekking schlossen sich zwei Tage Erholung in Pokhara und zwei Tage in Kathmandu an. „Ich bin auf einem Bauernhof bei Leisnig aufgewachsen. Die Natur, die Wälder waren immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Zu meinem 40. Geburtstag hatte ich schon lange an eine Nepalreise gedacht”, erzählt Hartig. Außerdem gab es eine weitere Motivation: Der Psychotherapeut und Coach hat oft mit Klienten zu tun, die in Stress- und Burnout-Situationen stecken, an der Leistungsgrenze sind. Um sie glaubwürdig beraten zu können, stellt er sich ab und zu selbst seinen Grenzen. Und die gab es: Bei Regen, Nebel und Hagelsturm, bei minus 15 Grad in der Nacht und eingeschneiten Zelten, bei Märschen bis über 4600 Meter Höhe mit steilem Abfall links und rechts, bei Verdauungsbeschwerden und Blutegelbefall. “Diese Tour hat definitiv dazu beigetragen, mich wieder ein Stück reifen zu lassen”, schätzt Jörg Hartig ein. Reinhold Messner hat er als einen freundlichen, souveränen und zielbewussten Mann erlebt, der mit seinen 66 Lebensjahren eine große Kraft, Ausdauer und Erfahrung ausstrahlt. “Er war der Gruppe ein exzellenter Begleiter, Führer, Unterstützer und Ratgeber. Und an den Abenden im Camp hat er als ,Gute- Nacht-Geschichte’ regelmäßig, gern und mitreißend von seinen Expeditionen und Erfahrungen berichtet.” Das gemeinsame Foto der beiden, das sie beim Biertrinken zeigt, entstand übrigens nach dem Abstieg vom letzen Höhenlager. Bei frostigen kalten Morgentemperaturen nahm die Truppe eine Strecke von etwa 17 Kilometern in Angriff, die einen Abstieg von reichlich 2400 Metern beinhaltete. Bei der Ankunft gegen Mittag im ersten Gurung-Bergbauerndorf herrschten dann schon 32 Grad. “Nach zwölf Tagen mit abgekochtem Wasser oder Schwarztee war das Bier eine Offenbarung”, schmunzelt Jörg Hartig. Auf dem Bild (oben) strahlt er, weil es ihm zwei Tage vorher am Berg gar nicht gut ging. Dann aber waren “sein” Sherpa und er in Rekordzeit am Ziel, als Zweite nach Reinhold Messner.

Quelle: © LVZ-Online, 21.05.2010, 14:51 Uhr

http://www.lvz-online.de/leipzig/boulevard/leipziger-war-mit-reinhold-messner-einfach-mal-weg/r-boulevard-a-31658.html

www.joerghartig.de

Stressfrei in die Gehaltsverhandlung

Sie möchten über ein höheres Gehalt verhandeln und stellen sich folgende Fragen:

  • Wie bereite ich mich darauf vor bzw. wie führe ich das Gespräch?
  • Wie überwinde ich den Stress, der damit einhergeht?

In meinen Coachingsitzungen und Beratungen sprechen meine Klienten regelmäßig an, dass sie gern über ihr Gehalt verhandeln möchten, sich aber oft unsicher sind, wie sie ihr Vorhaben am besten sicher und gelingend umsetzen können. Von der Ablaufplanung bis hin zur Terminfindung mit dem Vorgesetzen. Geht es Ihnen ähnlich?

Hier meine Empfehlungen für Sie:

Gehaltsverhandlungen müssen nicht als schwierige Gespräche aufgefasst werden. Ihr Bedürfnis, sich nicht nur beruflich weiter zu entwickeln sondern dafür auch angemessen entlohnt zu werden ist normal und auf Seiten der Führungskräfte und Personalleiter auch bekannt.

Aufregung und Stress im Vorfeld und im Hinblick auf den Gesprächsverlauf können Sie mit etwas Vorbereitung, Übung und Training leicht positiv beeinflussen und minimieren. Zum Beispiel, indem Sie sich Inhalte und Ziel des Gesprächs vorher klar strukturieren sowie mögliche Argumente und Gegenargumente zu Ihrem Thema aus den Perspektiven beider Seiten herausarbeiten, zusammenstellen und im Geiste oder besser noch mit einem Vertrauten in verschiedenen Verläufen durchsprechen bzw. -proben.

Sie sollten sich gelassen darauf vorbereiten und einstellen, dass Nachfragen zur Begründung Ihres Wunsches nach einer Gehaltserhöhung kommen und Gegenargumente oder Bedenken angeführt werden.

Bereiten Sie sich darauf vor; rechnen Sie damit.

Stellen Sie sich im Vorfeld selbst Fragen, die Sie zum Begründen und Argumentieren auffordern. Benennen Sie mögliche pro und contra Argumente zu Ihrem Wunsch und lassen Sie sich Zeit, die passenden Antworten zu finden. So haben Sie die Situation gut geprobt und können im Gespräch später von der Situation nicht überrascht werden.

Ihre Ideen sollten Sie schriftlich sammeln und die Sie selbst ehrlich überzeugenden Antworten zusammenfassen und lernen. So sind Sie bestens vorbereitet und bleiben im Gespräch gelassen und sicher.

Das Wichtigste, das es für das Gespräch herauszuarbeiten und darzustellen gilt ist, wie und womit Sie Ihren Anspruch auf eine Gehaltserhöhung begründen.

Am besten gelingt das, indem Sie nachvollziehbar darlegen, woraus sich unmittelbar oder direkt der geschäftliche Erfolg des Unternehmens durch Ihr eigenes Mitwirken und Tun ableiten lässt.

Nennen Sie konkrete Beispiele. Zum Beispiel von Ihnen erfolgreich zu Ende geführte Projekte, wie es Ihnen gelungen ist, den Kundenstamm zu vergrößern oder wie Sie dafür gesorgt haben, dass wegen einer von Ihnen in die Wege gebrachten Maßnahme erhebliche Kosten gespart oder Abläufe effizienter gestaltet werden konnten.

Beantworten Sie konkret die Frage: Welchen messbaren und stabilen Gewinn oder Vorteil hat das Unternehmen Ihrer Arbeit und Ihren Anstrengungen zu verdanken?

Zeitpunkt und günstige Rahmenbedingungen für das Gespräch sollten gut gewählt und vorbereitet sein. Finden Sie heraus, wann Ihr Gesprächspartner günstige, beruhigte Zeitfenster hat, in denen er Ihnen ungestört und ohne Unterbrechungen zuhören kann.

Also kein spontanes Gespräch auf dem Korridor. Auch nicht vor oder im Anschluss an ein wichtiges Meeting.

Melden Sie langfristig ein persönliches Mitarbeitergespräch an und nennen Sie den gewünschten zeitlichen Gesprächsbedarf, um später in ruhiger Atmosphäre sprechen zu können.

Den konkreten Inhalt bzw. das Gesprächsziel benennen Sie eher nicht. Satt dessen lediglich, dass es z.B. um ihre „beruflichen Perspektiven“ gehen soll.

Somit hat ihr Gesprächspartner weniger Gelegenheit schon im Vorfeld Gegenargumente zu sammeln oder sie gleich direkt zu vertrösten oder abzuwimmeln.

Sind Sie dann tatsächlich im Gehaltsgespräch, sollten Sie Ihren Wunsch klar und ohne Schüchternheit vortragen. (Proben! Im Geiste mehrfach durchspielen.)

Im Verlauf des Gesprächs sollten Sie nicht starr auf Ihrem Wunsch beharren, sondern konstruktiv und offen für akzeptable Kompromisse oder Teillösungen bleiben. Z. B. gestaffelte Gehaltssteigerung nach Plan, ein Modell variabler Vergütung oder die Anreicherung des Grundgehaltes durch Sachbezüge (= geldwerte Vorteile) wie Tankgutscheine oder Jobtickets, Boni, umsatz- oder leistungsgekoppelte Prämien, Anrecht auf Firmenwagen etc.

Ein absolutes DON’T ist es, evtl. mit dem Verlassen des Unternehmens zu drohen, wenn nicht auf zustimmend auf den Wunsch nach Gehaltserhöhung eingegangen wird!

Das provoziert nur unnötig und ist nicht konstruktiv.

Stellen Sie sich im Geiste immer wieder ein gut und erfolgreich verlaufenes Gespräch vor! Das schafft emotionale Vertrautheit, macht ein gutes Gefühl und ist ebenfalls eine gute Technik, um die echte Situation dann weniger anstrengend zu erleben.

Checkliste „Gehaltsverhandlung“

  • Gespräch inhaltlich langfristig vorbereiten. Schriftliche Ideen-Sammlung
  • Den Wert der eigenen Person/ Arbeit für das Unternehmen herausarbeiten
  • Benennen und Begründen, wie man bisher zum Erfolg des Unternehmens beigetragen hat,
    was man in Zukunft noch leisten kann
  • Nicht nur das Gesprächsziel und seinen Inhalt vorbereiten, sondern auch mögliche Nachfragen und Gegenargumente zusammenstellen und Antworten dafür finden
  • Trainieren Sie mehrere mögliche Szenarien z. B. vor dem Spiegel. Am besten aber mit einem Freund im Rollenspiel! Das gibt praktische Sicherheit
  • Sich im Geiste (mental) mehrfach ein gelungenes Gespräch vorstellen, das gibt emotionale Vertrautheit und innere Sicherheit
  • Vereinbaren Sie einen Termin. Wichtig: günstiger Zeitpunkt, ruhige Atmosphäre
  • Wünschen Sie ein persönliches Mitarbeiter-Gespräch, benennen Sie aber nicht vorab den konkreten Inhalt
  • Achten Sie auf angemessene Kleidung und ihre Körperhaltung
  • Seien Sie im Gespräch offen für alternative Vorschläge oder Kompromisse bzw. Angebote zur variablen Vergütung oder Sachbezügen

Denken Sie daran:

“Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.” (John Ruskin)

Bestimmen Sie Ihren Preis!

Viel Erfolg!

(c) Jörg Hartig – www.joerghartig.de

215 mm x 150 mm groß und 300 Gramm schwer erblickte in den frühen Stunden eines erfrischenden Januarmorgens 2012 Lars Schäfers Erstlingswerk das Neonlicht der Druckerei; um, quasi als Nestflüchter, sofort den Weg in die Buchregale und zu den Leserinnen und Lesern anzutreten.

Zum Glück war es eine gigantische Mehrlingsgeburt und so bin auch ich in der glücklichen Lage, ein Exemplar davon in meinen Händen zu halten.

Das Coverdesign ist im Design der Wirtschaftsreihe des GABAL-Verlags gestaltet. Das wirkt auf den ersten Blick schlicht und unscheinbar. So hebt es sich so aber auch von anderen Neuerscheinungen jüngerer Zeit aus der gleichen Sparte durch gepfelgtes Understatement hervor.

Was so an Schäfers Erstling erfreut, ist die ehrliche Art, mit welcher der Text daherkommt. Da ist nichts Aufgesetztes. Keine Branchenattitüden, keine abgenutzten Verkäuferphrasen, mit denen er, wie andere Autoren des Genres “Spitzenverkäufer” schon im Titel zu trumpfen sucht.

Er verkündet keine neue Botschaft und auch kein neues Dogma des Verkaufens. Was er beschreibt, entstammt seiner Erfahrung. Wenn nicht, sagt er, vom wem er es hat. Lars Schäfer bietet im Buch in zahlreichen Episoden und Übungen konkrete Ideen und Möglichkeiten an, sich im Handwerk des Verkaufens zu verbessern und die Beziehung zu den Kunden tragfähig zu gestalten. Er lässt dem Leser dabei stets die Freiheit, sich das herauszusuchen, was zum eigenen Typ passt. ganz ohne “so musst Du sein” Vorgaben. Das ist angenehm.

So viele Bücher sind schon über das gute und erfolgreiche Verkaufen geschrieben worden. Und nun noch eins! Weswegen sollte man denn nun ausgerechnet Schäfers Buch lesen? Kann man es brauchen?

Ja, braucht man! Sollte man lesen. Und warum? Weil es von einem geschrieben ist, der seit fast einem Jahrzehnt in einem Geschäft trainiert und vorträgt, das er von der Pike auf gelernt hat.

Lars Schäfer kennt sich aus in dem, wovon er schreibt. Weil er es selbst er- und gelebt hat. Im vorliegenden Buch breitet er seinen Erfahrungsschatz in leicht lesbarem Stil und didaktisch gut strukturiert aus. In jeweils sieben Punkten wird die Essenz eines Kapitels am Ende noch einmal in Merksatzform zusammengefasst und helfen Randbemerkungen, die Kerngedanken der einzelnen Absätze leichter zu behalten. So lässt sich der Text gut lesen, durcharbeiten und die Essenz leicht behalten.

Man sagt, dass man vielleicht vergisst, was man von einem Verkäufer oder in einem Geschäft gekauft hat, nie aber, wie man darin von ihm behandelt wurde.

Und nun denken Sie einmal an Ihre eigenen Erfahrungen als ratsuchender Käufer… besser aber noch als Verkäufer, der lernen möchte, wie er seinen Kunden ein verlässlicher und dauerhafter Partner sein kann.

Und darum dieses Buch. Wie Sie bei Ihren Kunden nachhaltig einen positiven Eindruck hinterlassen und in guter Erinnerung bleiben, lernen Sie mit „Emotionales Verkaufen – was Ihre Kunden wirklich wollen“ von Lars Schäfer.

Das Buch ist erschienen im GABAL Verlag, 2012 , ISBN: 3869363398

Interessentenkreis: Alle am Thema Verkauf und Kundenbeziehung Interessierte

Kurzbeschreibung

So gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden Dienstleistungen und Produkte werden immer vergleichbar. Nur wenn wir uns als Mensch und Persönlichkeit einbringen, können wir uns im Wettbewerb unterscheiden. Wie funktioniert emotionales Verkaufen, was ist emotionales Verkaufen? Nicht in der Theorie, sondern praktisch. Lars Schäfer bringt es auf den Punkt mit viel Kopf und mit viel Herz, ohne dass die Emotion zur Strategie wird. Anhand selbst erlebter Praxisbeispiele und Übungen wird dem Leser der Weg zum emotionalen Verkaufen leicht gemacht. Sie lernen, wie Sie das größte Kaufmotiv unserer Zeit bedienen: das Vertrauen! Fernab von auswendig gelernten Phrasen und Manipulationen finden Sie hier Ihren eigenen Weg, Ihre Verkäuferpersönlichkeit zu entwickeln und durch den Einsatz von zum Beispiel bildhafter Sprache dauerhaft im Gedächtnis Ihrer Kunden zu bleiben. Als verbale Steigbügelhalter gibt es humorvolle Anekdoten und konkrete Formulierungsvorschläge aus der Praxis des Autors.

Über den Autor

Lars Schäfer (Wipperfürth) ist Speaker, Trainer und Experte zum Thema “Emotionales Verkaufen”. Nach 15 Jahren Praxis im Innen- und Außendienst ist er seit 2004 selbstständiger Verkaufs- und Kommunikationstrainer mit dem Spezialthema “Kundenbindung durch Emotionales Verkaufen”. Er bietet Verkaufstrainings für den Außendienst, Shopmitarbeiter und Vertriebsingenieure. Seine Veranstaltungen zeichnen sich durch einen hohen Motivationsfaktor, Humor und jede Menge Praxisbezug aus.

Denken an Weihnachten

Mein Sohn hatte die Aufgabe, für die Schule ein Weihnachtsgedicht herauszusuchen.

So fragte er, welche Weihnachtsgedichte wir kennen und lieben.

Das war leicht. Meines ist dieses hier. Und zu St. Niclas möcht ich’s gern auch mit euch teilen :-)

Weihnachten

Markt und Straßen steh’n verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh’ ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein steh’n und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!

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Die Depression und das Burnoutsyndrom teilen das gemeinsame Schicksal, zu den psychischen Störungsbildern und Krankheiten zu gehören, die durch ihre zunehmende Präsenz innerhalb der Medien in den letzten Jahren etabliert und anerkannt scheinen. In Wirklichkeit aber gehören beide sowohl im Privaten wie gesellschaftlich unverändert zu den tabuisierten menschlichen Leiden unserer Zeit.
Betroffene ahnen in beiden Fällen oft lange genug selbst nicht, dass es sich bei den Zuständen, die sie an sich erleben und wahrnehmen, nicht nur um eine vorübergehende Störung der Befindlichkeit, Stimmung oder Laune handelt, sondern um ernstzunehmende Symptome, die Warnzeichen für einen gesundheitsschädigenden Zustand bzw. eine Krankheit sind.
Die Betroffenen wissen sich dann oft weder Rat noch Hilfe und versuchen lange Zeit, ihren Zustand zu ignorieren, zu beherrschen aus eigener Kraft zu überwinden. Mit zunächst optimistischem innerlichem Vorsatz bemühen sie sich nach außen hin, einen gesunden Schein zu wahren, stark zu sein und weiter zu funktionieren. Unter dieser mit viel zusätzlichem emotionalem Aufwand aufrecht erhaltenen Fassade setzt sich der Verfall unbehandelt meist weiter negativ fort, bis am Ende gar nichts mehr geht.
Die Folgen können sein, dass die Betroffenen sowohl in der fortgeschrittenen Depression wie auch in den Spätphasen des Burnouts mit Aufgabe des Lebensmutes und innerlichem, später auch äußerlichem, sozialen Rückzug reagieren. Die Hoffnung, Kraft und Ressourcen zu haben, um an der eigenen Situation etwas gelingend verändern zu können schwindet.
Der Mut, sich jemandem anzuvertrauen und Hilfe von außen zu holen, ist erst spät oder gar nicht vorhanden. Zu sehr sind Depression und Burnout mit der Scham des versagt zu haben besetzt. Die Furcht, wegen des Leidens und der damit verbunden Schwächen den vielleicht mühsam erreichten sozialen Status einzubüßen, als nicht mehr belastbar eingestuft und wegen der tatsächlich mangelnden Belastbarkeit ausgegrenzt zu werden, ist enorm.
Dem privaten Umfeld, aber auch vielen Ärzten, fällt es in Fällen von Depression oder Burnout oft schwer, rechtzeitig zu erkennen und richtig einzuordnen, ob es sich bei den wahrnehmbaren Veränderungen eines Menschen nur um eine zeitweilige schlechte Phase oder einen krankhaft voranschreitenden und behandlungswürdigen Prozess handelt.
Ist die Depression als Krankheit heute schon recht gut beforscht und gelingende Behandlungsansätze gefunden worden, sieht es beim Burnout anders aus. Handelt es sich bei der Depression um eine in Schweregrade abgestufte und an konkreten Symptomen festmachbare Krankheit, spricht man beim Burnout bislang nur von einem Syndrom. Also einer Störung, die sich über eine variierende Anzahl von spezifischen und unspezifischen Symptomen charakterisiert. Die Wissenschaft tut sich noch schwer, das Burnout als eigenständige Krankheit anzuerkennen. Die Forschergemeinde ist schon seit längerem dabei, sich mit dem Burnout zu beschäftigen, um Konkretes über belegbar eindeutige Verursacher und Auslöser der Störung herauszufinden und geeignete, wirksame Behandlungsansätze zu formulieren. Viel ist hierbei schon erfahren und erreicht worden. Doch eine klare einheitliche Beschreibung des Burnoutsyndroms und eine Entscheidung darüber, ob es, mit allen damit verbundenen medizinischen, psychologischen wirtschaftlichen sowie versicherungs- und rententechnischen Chancen und Folgen, als Krankheit anerkannt wird, steht bislang noch aus. Bis dato findet das Burnout im diagnostischen Schlüsselkatalog
(ICD-10) lediglich als Sonderform des allgemeinen Erschöpfungssyndroms seinen Platz.
Bekannt ist inzwischen, dass im weit fortgeschrittenen Stadium des Burnouts vermehrt depressive Symptome wie Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit, Freudlosigkeit, erhöhte Müdigkeit, Schlafstörungen, pessimistische Zukunftssicht ja auch Suizidgedanken auftreten können. Hier hat das Burnoutsyndrom nicht nur eine große differentialdiagnostische Überschneidung zur klinischen Depression sondern kann ganz in eine solche übergehen. Mögen die auslösenden Bedingungen und der frühe Verlauf eines Burnouts andere sein, als die der Depression. In der Endphase ist fast jedes Burnout immer auch eine Depression.

 

Lesen Sie dazu gern auch meinen Beitrag:  Alle reden von Burnout…

 

Auf www.joerghartig.de erfahren Sie mehr über meine Arbeit und mich.

Liebe Leserinnen und Leser,

gehören Sie vielleicht zu denen, die eine Entspannungstechnik erlernt haben und diese regelmäßig anwenden?

Wenn dies auf Sie zutrifft, möchte ich Sie gern zur Teilnahme an diesem kleinen Voting einladen und bitten, den Voting-Link auch an Freunde oder Bekannte weiterzureichen.

Vielen Dank!

Jörg Hartig  -  www.joerghartig.de

HAVE A NICE DAY !